Workshop: “Wenn das Liebe ist … “ Hegels eigentümliche Form der Liebe
16:00 Uhr
Hegel-Haus
Hegel und die Liebe – eine aus vielerlei Hinsicht eigentümliche Verbindung. Zwar begründet Hegel die Familie in der Liebe, setzt aber zugleich Grenzen dafür, was Familie und Liebe sein sollen. Ist Liebe also ein romantisches Versprechen oder notwendige Kategorie des Bürgertums?
Hegels Familien- und Liebestheorie ist eine der am stärksten diskutierten und umstrittensten in der feministischen Philosophie. Rime Abd al Majeeds Workshop stellt die unbequeme Frage: Was bedeutet es, wenn der Philosoph der Freiheit Liebe als gesellschaftliche Pflicht definiert? Und was sagt das über unser heutiges Verständnis von Familie, Partnerschaft und Liebe?
Rime Abd Al Majeed ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Philosophie der Gegenwart an der Leuphana Universität in Lüneburg. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Medien- und Technikphilosophie der AdBK München. Dort forschte sie im interdisziplinären Projekt „DisIgnoranz – Sehen im rassistischen Nebelfeld“, das Teil des Forschungsverbunds ForGeRex (Forschungsverbund für Gegenwartsanalysen, Erinnerungspraxis und Gegenstrategien zum Rechtsextremismus in Bayern) ist. Sie promoviert zum Verhältnis von Arbeit und Eigentum als unerfülltem Versprechen sozialer Teilhabe der Moderne und befragt dieses Modell aus der Perspektive feministischer Streikbewegungen. Sie forscht zur Kritischen Theorie, feministische Theorie, Kritik der Arbeit, Eigentumstheorie, Postkoloniale Theorie und Antirassismustheorie.